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das politische kulturmagazin
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Reportage! Krimikon-Reporter unterwegs
Aber was ist das überhaupt für eine Automarke? Die meisten Modelle werden von Menschen gefahren, die man wohl als Gewinner bezeichnen muss. Die Männer verdienen gutes Geld. Sie sehen aus wie die Typen, die die kleinen erfolgreichen Klitschen führen, die Monat für Monat viel abwerfen. Die dazugehörigen Frauen erregen noch dieses alte Mitleid, was man mit Frauenleben aus dem 19. Jahrhundert hat. Ein wohliges traditionelles Gefühl, aber es fällt eben aus der Zeit. Heute hören ihnen nicht nur die Damen beim Tee zu, heute haben sie Wellnessbetreuer und Homoöpathinnen. Andere Frauen sind die Singlefrauen, die hart geschuftet haben, um sich nun ihren geleasten Smart abzuholen. Sonst noch Wesen dort? Nur ich, die Reporterin.
Es ist der Moment, zu dem die krimikon-Reporterin ihren Auftrag beendet und damit ihren Bericht. So leidensfähig sei sie nun doch nicht. Dann lieber Krisengebiet.
Befreundete Intellektuelle Wir freuen uns auf das BMW Cabrio!
BMW 6er-Cabrio Markteinführung: 2. April 2011 • Türen: 2 • Sitzplätze: 4 • Maße: Länge: 4,89 Meter Breite: 1,90 Meter Höhe: 1,36 Meter • Motoren: Benzinmotoren: 2i Versionen: Reihen-6-Zylinder mit 320 PS; V8 mit 408 PS. • Fahrleistung: Von 0 auf 100 km/h in 5,0 bzw. 5,7 Sekunden. • Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (elektronisch geregelt). • Verbrauch: 7,9 bis 10,7 Liter (Werksangabe). CO 2 -Ausstoß 185 bzw. 249 g/km. • Preis: ab 83.300 Euro
Spielplatz mit Explosionen Das Schweizer Dandy-Magazin ist zum Eingehen verurteilt – bis dahin aber macht es Spaß von Jan Fischer
Kurz: Es ist zwar nicht immer so, aber es gilt die Regel: Je größer das Blatt, desto enger das Korsett, in das die Textlieferanten sich selbst pressen müssen. Praktisch, muss es sein, lesbar, konsumierbar. Da ist es ganz schön, wenn einem so etwas völlig unpraktisches, streckenweise unlesbares und vor allem nur schwer zu konsumierendes wie das „Dandy-Magazin“ in die Hand fällt. Es ist schlicht ein völlig unzweckmäßiges Magazin, an dem alles herausschreit, dass es zum Scheitern verurteilt ist: Das Layout schwankt zwischen Hochglanzzigarrenclubzeitschrift und kunstvoll verbauter Dada-Typographie. Die Texte schwanken zwischen Genie und Wahn: In einem geht es um - guter Standard – eine Saline an der Atlantikküste, erzählt allerdings aus der Sicht eines Salinenkrebses. Und das ist kein Einzelfall: Solche eigenartigen Texte könnte man noch eine ganze Weile lang aufzählen, beeindruckend ist das vor allem, weil es bis jetzt nur drei Nummern des Magazins gibt. „Ein Dandy“, erklärt Oliver Schramm, der Gründer des Magazins dem Tagesanzeiger, „geht seine eigenen Wege, sei es in der Kunst, im Leben oder in der Liebe.“ Herausgegeben wird das Magazin von einer Gruppe, die sich „Cycling Dandys Zürich“ nennt, eine, wieder Oliver Schramm: „Radsportgruppe“, die in gestrickten Trikots und Seidenfoulards zu Rennen antritt. Und wie es sich für einen richtigen Dandy gehört, gibt das Magazin nicht viel auf althergebrachte politische Einstellungen, sondern schrammt in wütenden Artikeln gegen die Stillosigkeit der Politik mal rechts, mal links am Mainstream vorbei, und glorifiziert ansonsten vor allem gutes Essen, gute Weine und gutes Aussehen, aber ohne die Plattheit eines Magazins wie Men's Health, gegen das auf der letzten Seite der dritten Ausgabe ausgiebig gewettert wird. Und so ist das „Dandy-Magazin“, was es ist: Eine Sammlung eigenartig experimenteller Texte und Bilder, ein Spielplatz für alle Sorten Schreiber, Fotografen und Layouter. Es wird sich ausgetobt. Das geht manchmal nach hinten los, wie jedes Experiment einem eben manchmal um die Ohren fliegt, aber eine gute Explosion ist ja auch ganz unterhaltsam.
Das «Dandy Magazine» kann für CHF 10.- kann online bestellt werden ( plus Porto CHF 2.- ): http://www.dandymagazine.ch/online/#anzeige_7
Von Miriam Schneider
Ein Schirm ist ein wichtiges Accessoire mit einer langen Geschichte. Moden ist er unterworfen, auch seine Größe. Mal konnte er nicht groß genug sein, mal hatte man seinen Knirps dabei, klein und patent. Nicht jeder Mensch macht mit einem Schirm eine gute Figur, im Gegenteil: Die meisten Menschen können sich mit einem Schirm gar nicht sehen lassen.
Darum war es auch so leicht für die, einen Rettungsschirm aufzuspannen. Wer zu einem Schirm keine Beziehung hat, ja, eine schlechte Beziehung hat, wer weiß: Schirme kann er sich nicht erlauben, das können nur andere, der ist eben schnell dabei, einen Schirm hinzuhalten. Doch die Handhabung eines Schirmes ist eine Kunst, die man beherrschen sollte. Und die kann man nicht von einem Tag zum anderen erlernen. Herrenschirme sind nicht nur etwas zum Aufspannen, beileibe nicht. Man hebe seine Spitze auf die genau richtige Art vom Boden ab, zwirble ihn leicht durch die Luft und lasse ihn wieder auf den Boden zurücksinken. Mit Nutzen hat das nichts zu tun, nur mit Charme. Damenschirme wurden immer auch genutzt, um unliebsamen Typen eines über die Rübe zu hauen. Damit sind wir in den Niederungen angekommen, in die wir wohl gehören. Denn gedacht haben die Herrendamen an den Regenschirm, denn nur den kennen sie, aber im Munde geführt haben sie den Rettungsschirm, der hat was mit Fallschirmspringen zu tun. Doch damit haben sie wiederum nichts zu tun. Freier Fall ist nichts für Menschen, die für sich beanspruchen immer weich zu fallen. Irgendein Job ist immer da, bei dem man seine Kontakte spielen lassen kann (was wenig honorabel ist). Also hat man sehr romantische Vorstellungen vom Fallen und vom Rettungsschirm, die nah am Regenschirm sind. Aufspannen und langsamer zu Boden gleiten. Mary Poppins. Und sanft landen. Aber landen! Am Boden! Daliegen, hilflos. Was für ein Rettungsschirm, was für ein Schirm! Er hat alles nur verlängert, und geholfen hat er nichts. Wer den Schirm nicht als Accessoire kennt und zu nutzen weiß, der sollte ihn gar nicht nutzen.
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